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Klimagipfel im Landtag: Europäisches Jugendforum fordert ehrgeizigeren Zeitplan im Klimaschutz

Klimagipfel im Landtag: Europäisches Jugendforum fordert ehrgeizigeren Zeitplan im KlimaschutzNeues Fenster: Bild vergrößernRund 100 Brandenburger Schülerinnen und Schüler diskutierten am Montag, dem 15. Dezember 2008, auf dem Europäischen Jugendforum im Landtag Brandenburg mit Europa- und Landtagsabgeordneten über Herausforderungen der Energie- und Klimaschutzpolitik.

Vorbereitet von Fachreferenten reisten die jungen „Expertinnen und Experten für einen Tag" selbstbewusst auf den Potsdamer Brauhausberg. Landtagspräsident Gunter Fritsch begrüßte die Teilnehmer des Jugendforums und forderte sie auf, sich mit ihrem Engagement und einem kritischen Blick auf ihr Lebensumfeld nachhaltig in europapolitische Diskussionen einzumischen. Die Suche nach ausgewogenen Kompromissen widerstreitender Interessen, sei gerade in der Klima- und Energiepolitik keine einfache Aufgabe. Dabei spiele die Europäische Union eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, den weltweiten Folgen des Klimawandels zu begegnen und dafür die Stärken der Regionen nutzbar zu machen.

Im Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung stand ein von Thomas Prinzler (rbb Inforadio) moderiertes Hearing mit dem Europaparlamentarier Norbert Glante und dem Mitglied des Europaausschusses des Brandenburger Landtages Dr. Jens Klocksin, bei dem die Schülerinnen und Schüler mit der Nutzung von Biokraftstoffen und der weiteren Begrenzung des CO2-Ausstoßes gleich zwei heiße Eisen der klimapolitischen Debatte in Angriff nahmen.

Abstriche beim Klimaschutz im Zeichen der Finanzkrise lehnten die Jugendlichen in der Diskussion ebenso ab, wie auch der Energiehunger der Industriestaaten nicht zu Lasten der Nahrungsmittelversorgung der Schwellenländer gestillt werden dürfe.

In der abschließenden Generaldebatte stimmten die Diskutanten über zuvor selbst formulierte Zukunftsfragen ab. So bestand Einigkeit bei den Veranstaltungsteilnehmern über die Notwendigkeit, sich im Rahmen einer klimabewussten Lebensweise auch selbst einzuschränken. Einstimmig äußerten die Jugendlichen sich skeptisch gegenüber der Reichweite der bislang ergriffen klimapolitischen Maßnahmen. Einzig die zukünftige Rolle der Kernkraft blieb umstritten.

An dem Europäischen Jugendforum im Potsdamer Landtag nahmen Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder, des Einstein-Gymnasiums in Potsdam, des Potsdamer Humboldt-Gymnasiums, der Thomas-Müntzer-Oberschule in Ziesar sowie des Oberstufenzentrums II (Wirtschaft und Verwaltung) in Potsdam teil. Veranstaltet wurde des Jugendforum durch das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland in Kooperation mit dem Landtag Brandenburg.

Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Deutschland

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