Übergabe von Unterschriftenlistenlisten "Für ein gerechtes Hochschulgesetz!"
Brandenburgische Studierendenvertretung übergibt Unterschriften an Landtagspräsidenten
Anlässlich der weiteren parlamentarischen Beratungen der Novelle des Landeshochschulgesetzes überreichte am 30. September 2008 die Studierendenvertretung in Brandenburg (BrandStuVe) eine Unterschriftenpetition an Landtagspräsident Gunter Fritsch, mit der insgesamt über 1.200 Studierende ihre Forderung „Für ein gerechtes Hochschulgesetz!" ausgedrückt haben. Gunter Fritsch begrüßte die Aktion der Studierenden aus den drei Potsdamer Hochschulen, der Technischen Universität aus Cottbus, der Europa Universität Viadrina in Frankfurt/ Oder und aus der Fachhochschule Brandenburg.
Im Gespräch ließ sich sich der Landtagspräsident nochmals die studentischen Kritikpunkte schildern. Anja Gadow vom Dachverband, dem freien Zusammenschluss der Studierendenschaften (fzs), sprach sich dabei deutlich gegen eine „Zwangsexmatrikulation" aus: „Studierende müssen zukünftig ihre Prüfungen in einer von der Hochschule festgelegten Frist ablegen. Wenn diese Frist nur zwei Semester beträgt und die Prüfung etwa ausschließlich im Wintersemester abgelegt werden kann, dann wird sich die Abbrecherquote deutlich erhöhen!" Matthias Wernicke, Mitglied im Studierendenparlament der Uni Potsdam erläuterte dem Landtagspräsidenten die Forderung zur Einführung eines Teilzeitstudiums: „Über 70 Prozent der Brandenburgischen Studierenden beziehen kein BaföG. Das bedeutet, dass sie sich ihren Lebensunterhalt selbst durch einen Job erwirtschaften müssen. Andere wiederum werden Eltern oder übernehmen die Pflegschaft eines Verwandten. Es ist wichtig, die Brandenburger Studierenden hier zu unterstützten indem sie Semesterweise in Teilzeit studieren können."
Auch aus der Lausitz hörte sich der Landtagspräsident Kritik an. Wiebke Ilsitz, Referentin für Hochschulpolitik von der BTU Cottbus äußerte ihre Bedenken zum Übergang zwischen Bachelor und Master:„In Brandenburg ist bereits jetzt der Fachkräftemangel zu spüren, wie wird das erst in wenigen Jahren sein, wenn die Bachelorabsolventen aus Brandenburg weggehen, weil sie hier keine Möglichkeit haben mit einem Abschluss von 2,6 die Zulassungshürde von 2,0 zu meistern?"
Landtagspräsident Gunter Fritsch sicherte den Studierenden die ihm mögliche Unterstützung zu.
(Quelle: Brandenburgische Studierendenvertretung)
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