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Ausstellung "Im Tod lebendig: Erinnern heißt Handeln"

Deutsch-Polnische Wanderausstellung schildert Lebenswege von KZ-Überlebenden

Neues Fenster: Bild vergrößern2. März bis 13. April 2010

"Rückkehr unerwünscht", so lautete der zynische Aktenvermerk, mit dem Mitglieder des Widerstandes gegen die Diktatur des Nationalsozialismus aus ganz Europa in das Konzentrationslager Mauthausen bei Linz in Oberösterreich deportiert wurden. Die Wanderausstellung "Im Tod lebendig: Erinnern heißt Handeln" schildert exemplarisch die Biografien von acht polnischen und deutschen Häftlingen, denen es trotz der Willkür und der unmenschlichen Sklavenarbeit im Konzentrationslager gelang, in das Leben zurückzukehren.

Die Ausstellung ist eine gemeinsame Projektarbeit von Schülerinnen und Schülern des Ernst-Haeckel-Gymnasiums Werder (Havel), deren polnischer Partnerschule Zespół Skół Nr. 26 in Warschau mit Unterstützung des polnischen Clubs ehemaliger politischer Gefangener des KZ Mauthausen/Gusen und des Deutschen Mauthausen Komitees. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der deutsch-polnischen Jugendbegegnung reisten zum Konzentrationslager Mauthausen, nach Warschau und Werder und befragten in zahlreichen persönlichen Gesprächen Zeitzeugen und Angehörige. Im Zusammenhang mit der Sichtung historischer Quellen entstand auf 30 Ausstellungstafeln und mit Hilfe zahlreicher Originaldokumente eine eindrucksvolle Kartierung der Lebenswege von verfolgten Menschen im Widerstand gegen die Unterdrückung durch das Nazi-Regime.

Geschildert werden die Biografien von Stanisław Dobosiewicz (1910-2007), Vera Mitteldorf (1927-2007), Johannes Müller (1912-1987), Henryk Nowicki (geb. 1930), Robert Rentmeister (1909-2001), Willi Rentmeister (1913-1997), Roman Rubinstein (1917-1999) und Wladisław Żuk (geb. 1919).

Landtagsvizepräsidentin Gerrit Große eröffnete die Ausstellung im Foyer des Landtages am Dienstag, den 2. März um 12:30 Uhr. Die Ausstellung war bis zum 13. April 2010 montags bis freitags (werktags) von 8:00 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Impressionen der Ausstellungseröffnung "Im Tod lebendig: Erinnern heißt Handeln" am 2. März 2010

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