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Kommende Ausstellung

„… zum Schutz von Volk und Staat“
– Repression und Verfolgung im Alltag in der Provinz Brandenburg
1933 – 1945

14. Oktober bis 30. Dezember 2015

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 13. Oktober 2015, 18:00 Uhr

Titelbild der AusstellungNeues Fenster: Bild vergrößern Nach der „Machtergreifung“ 1933 verhängten die Nationalsozialisten mit Hilfe von Notverordnungen den politischen Ausnahmezustand. Innerhalb weniger Wochen waren die Grundrechte der Weimarer Verfassung beseitigt und im Zuge der „Gleichschaltung“ alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in die NS-Verfolgungs- und Repressionspolitik eingebunden. In den folgenden Monaten rollten auch über die Provinz Brandenburg Terrorwellen, die sich zunächst vor allem
gegen Mitglieder von KPD, SPD und der Gewerkschaften richteten. Nach und nach bezogen die Repressionsmaßnahmen alle aus politischen, weltanschaulichen, rassischen oder anderen Gründen als Gegner wahrgenommenen Parteien, Gruppen und Personen ein.

Konzentrationslager und die Geheime Staatspolizei waren zentrale Institutionen der NS-Repressionspolitik. Ihre furchtbare und abschreckende Wirkung erreichten sie allerdings erst im Zusammenwirken mit der gesamten Verwaltung. Anhand ausgewählter Dokumente zu Einzelschicksalen verdeutlicht die Wanderausstellung auf insgesamt 20 Schautafeln die Mitwirkung und Verantwortung regionaler und lokaler Behörden bei der Verfolgung verschiedener Opfergruppen in der damaligen Provinz Brandenburg.

In der Ausstellung werden für einige Opfergruppen beispielhaft dokumentarische Belege verschiedener Formen von Verfolgung im Alltagsleben gezeigt – von der Erfassung und Überwachung, über Ausgrenzung bis zur Bestrafung und Ermordung. Ein Fokus liegt dabei auf Personen aus dem politischen Widerstand sowie Opfern der NSRassenpolitik. Auf das Schicksal von Menschen, die durch nonkonformes Verhalten und „unspektakuläres Widerstehen“ in das Netz der NS-Verfolgung gerieten, weisen prägnante Dokumente aus Strafverfahrensakten der NS-Justiz hin. Das Brandenburgische Landeshauptarchiv verwahrt zahlreiche aussagefähige Quellen, die im Rahmen der Ausstellung erstmalig einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Zusatzinformationen

Kontakt

Landtag Brandenburg
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Rabe
Alter Markt 1
14467 Potsdam

oeffentlichkeitsarbeit@ landtag.brandenburg.de
Telefon: 0049 (331) 966 -1250
Fax: 0049 (331) 966 -1286

Besucherinformation

Der Besuch der Ausstellung im Foyer des Landtag Brandenburg ist ohne Voranmeldung möglich. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.

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Ein Ausschnitt aus dem Potsdamer Stadtplan skizziert die Anfahrt zum Landtag.Neues Fenster: Bild vergrößern

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