Jugend debattierte mit Spitzenpolitikern des Landes
Nachwuchstalente überzeugen bei Redewettstreit anlässlich der Juniorwahl 2009 im Landtag
Am Montag, dem 14. September 2009, traten die märkischen Landessieger des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend debattiert" in einen Redewettstreit mit Spitzenpolitikern des Landes. Anlass für die Diskussionsveranstaltung im Plenarsaal des Landtages Brandenburg war die parallel zur Landtagswahl stattfindende Juniorwahl an 88 Brandenburger Schulen.
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Landtagspräsident Gunter Fritsch begrüßte die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler Landtagspräsident Gunter Fritsch begrüßte die Teilnehmer der Veranstaltung auf dem Potsdamer Brauhausberg und betonte die Bedeutung einer gelebten Debattenkultur für die Demokratie: „In der öffentlichen Debatte zählt mehr als ein hübsches Verpacken von politischen Werbebotschaften. Es geht darum, verstanden zu werden, Verständnis zu gewinnen und am Ende Verständigung zu erzielen. Überzeugende Argumente kommen immer aus dem Kopf - nicht aus dem Kehlkopf!"
Anschließend traten die anwesenden Spitzenpolitiker der im Landtag oder Bundestag in Fraktionsstärke vertretenen Parteien nacheinander in den argumentativen Wettstreit. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Günter Baaske eröffnete den Reigen der Politprominenz und warb für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Gerrit Große, trat für ein längeres gemeinsames Lernen an den Schulen des Landes ein, während Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka für die CDU sich mit Nachdruck gegen eine Zuständigkeit des Bundes in der Bildungspolitik aussprach. Die bildungspolitische Sprecherin der DVU-Fraktion im Brandenburger Landtag, Birgit Fechner, forderte den Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union.
Die rhetorischen Nachwuchstalente standen dabei ihren Vorbildern in Sachen Leidenschaft und Wortwitz nichts nach. So wog der Spitzenkandidat der märkischen Liberalen Hans-Peter Goetz mit dem Publikum das Für und Wider eines neuerlichen NPD-Verbotsverfahrens ab. Marie Luise von Halem schloss als Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen die Runde mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für eine Ausweitung des Nachmittagsunterrichts an den Brandenburger Schulen ab.
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Im Anschluss an die Debatten waren die Schülerinnen und Schüler zu Nachfragen aufgerufen Im Anschluss war das Publikum zu Nachfragen im Stil eines Town-Hall-Meetings aufgerufen. Zu Gast im Landtag waren rund 180 Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihrer Klasse an der Juniorwahl 2009 beteiligen und sich aus erster Hand einen Eindruck von den politischen Angeboten der Kandidaten verschaffen wollten. Bei dem handlungsleitenden Projekt zur politischen Bildung geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Parallel zur Landtagswahl werden im Unterricht simulierte Wahlen inhaltlich vorbereitet.
Anschließend sind in Brandenburg bereits zum zweiten Mal an 88 Schulen mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe sieben aufgerufen, einen Schülerwahlvorstand zu bilden und in der Woche vor der Landtagswahl ihre Stimme im eingerichteten Schulwahllokal abzugeben. Das Wahlergebnis wird am 27. September 2009 um 18:00 Uhr unter www.landtag.brandenburg.de und www.juniorwahl.de veröffentlicht.
Veranstaltet wurde das Rededuell von der Juniorwahl 2009 unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten und dem Wettbewerb „Jugend debattiert". Der Bundeswettbewerb „Jugend debattiert" will zu qualifiziertem Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie ausbilden. Er steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und wird von der Hertie-Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Mercator, der Heinz-Nixdorf- Stiftung und der Robert-Bosch-Stiftung durchgeführt. In Brandenburg, wo der Wettbewerb vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport unterstützt wird, beteiligten sich über 2.200 Schüler.
Bildergalerie Jugend debattiert
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