Die Geschichte des Stadtschlosses
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Historisches Foto StadtschlossesDas Gelände des Schlosses gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten in Potsdam. Früh entstand hier eine kleine Burganlage zum Schutz des Havelübergangs. Unter Friedrich dem Großen kam es zum Ausbau Potsdams zur Residenzstadt. Mit dem Umbau des Schlosses wurde 1745 der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff beauftragt, der auch für Friedrich dem Großen das Schloss "Sanssouci" errichtete sowie einige Stadtschlösser in Berlin erweiterte.
Über die Jahre entstand somit ein Gesamtwerk, das sich als städtebauliches Rückgrad der Stadtmitte darstellte. Das Stadtschloss war von allen bedeutenden Verkehrsachsen aus als angemessener, in seinen Proportionen dennoch bescheidener Sitz des Königs erlebbar. Die Kurfürsten und Könige nutzten das Stadtschloss neben den Möglichkeiten in Berlin für ihren ständigen Aufenthalt in der Region.
Im letzten Jahr des zweiten Weltkrieges erlitt die Stadt Potsdam durch Luftangriffe große Schäden, bei den am 14. April 1945 auch das Stadtschloss ausbrannte. In den 1950-er Jahren tauchten erste Planungsüberlegungen zum künftigen Umgang mit dem Schloss und seinem Umfeld auf. Trotz der noch gut erhaltenen Substanz des Bauwerkes (83 Prozent der Außenmauern standen noch) und vielen Protesten von Architekten, Kulturschaffenden und Künstlern beschlossen die damaligen Machthaber im Jahr 1959 den vollständigen Abriss der Überreste. Im Laufe des Jahres 1960 sind diese dann gesprengt worden.
Das ehemalige Schlossgelände wurde in den Folgejahren mit verschiedenen Verkehrsstraßen überbaut und entwickelte sich zu einem viel genutzten Verkehrsknotenpunkt, der seine ursprüngliche stadtbildprägende Bedeutung vollständig verloren hatte.
Bildergalerie: Stand der archäologischen Arbeiten am Standort Am Alten Markt 1
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