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Das Vergabeverfahren

Fernaufnahme Alter Markt im Dezember 2006Neues Fenster: Bild vergrößernAlter Markt PotsdamDie Vorgaben für das Vergabeverfahren zum Landtagsneubau ergeben sich aus der europaweiten Bekanntmachung des Ministeriums der Finanzen als zuständige Vergabestelle vom 7. Juli 2006. Danach soll im Rahmen einer Öffentlich Privaten Partnerschaft (ÖPP) am Standort Alter Markt in Potsdam in den äußeren Um- und Aufrissen des ursprünglichen historischen Gebäudes ein Neubau für den Landtag des Landes Brandenburg errichtet werden. Die Bauleistungen umfassen ca. 15.000 m² Nutzfläche einschließlich eines Plenarsaals, eines Präsidialbereiches, Sitzungsräumen, Arbeitsräumen für Fraktionen, Abgeordnete und die Landtagsverwaltung, einer Bibliothek, eines Medienzentrums und einer Cafeteria. Zusätzlich soll eine Tiefgarage mit einer Nutzfläche von rund 3.500 m² gebaut werden.
Für diese Bauleistungen sollen vom privaten Partner alle erforderlichen Planungsleistungen auf Basis einer funktionalen Leistungsbeschreibung erbracht werden.
Die vertragliche Nutzungsdauer soll 30 Jahre betragen. Die Finanzierung soll die Bauzwischenfinanzierung und die Endfinanzierung über 30 Jahre ab Fertigstellung und Abnahme der Bauleistungen umfassen. Während der Nutzungsphase soll der private Partner auch Gebäudemanagement-Leistungen erbringen - insbesondere Betreiben, Instandhaltung, Bauunterhalt, Schönheits- und Kleinreparaturen, Verfolgen der Gewährleistung, Energiemanagement, Reinigung, Winter- und Gärtnerdienste, Entsorgung und die Bewirtschaftung der Tiefgarage.

Zur Verwirklichung des Neubaus wurden nach dem europaweiten, öffentlichen Teilnahmewettbewerb sechs Konsortien ausgewählt, die bis zum 20. September 2007 ganzheitliche Lösungsvorschläge für Planung, Neubau, Finanzierung und Betrieb (30 Jahre) einreichen sollten. Die Bewerber hatten somit vollständige und endgültige Lösungsvorschläge abzugeben, von denen das beste unter diesen ermittelt wird. Maßgebend waren hierbei sowohl die Qualität des Entwurfkonzeptes als auch die Wirtschaftlichkeit, die in sogenannten Barwerten zum Ausdruck kommt.
Durch dieses Verfahren werden schon in einer sehr frühen Phase die wichtigsten Kosten zur Planung, zum Bau, zur Finanzierung und zum Betreiben des Gebäudes über 30 Jahre berücksichtigt. Der gesamte Ablauf unterliegt förmlichem Vergaberecht und wird somit bis zur Beauftragung des Bewerbers vertraulich durchgeführt. Daher dürfen die Namen der Entwurfsverfasser (Konsortien) und die Entwürfe selbst bis zur Zuschlagsentscheidung nicht bekanntgegeben werden.

Die ausgewählten Bieterkonsortien haben fristgerecht zum 20. September 2007 ihre Lösungsvorschläge zum Planen, Errichten, Finanzieren und Betreiben des neuen Landtages eingereicht. Alle Teilnehmer haben die Aufgabenstellung der Ausschreibung erfüllt und umfangreiche Lösungsvorschläge zum Entwurf, zur Bauleistung, Finanzierung und zum Betrieb eines Landtagsgebäudes unterbreitet. Im Mittelpunkt der Lösungsverschläge standen die Funktionalität für die Arbeit des Landtages, Wirtschaftlichkeit bei Bau und Betrieb und die Anforderung an entwurfliche und städtebauliche Qualität und der geforderte Bezug zur historischen Situation.

Die Vergabestelle hatte mit Billigung des Landtages in Anlehnung an Architekturwettbewerbe der öffentlichen Hand ein Bewertungsgremium mit renommierten und international tätigen Fachleuten berufen. Dieses Gremium sollte die vorliegenden Lösungsverschläge insbesondere unter dem Blickwinkel der Architektur und des Städtebaus bewerten und Empfehlungen abgeben. Das Bewertungsgremium, das sich am 28. November 2007 mit den Entwürfen der 1. Runde befasste, empfahl eine Überarbeitung aller Entwürfe unter Berücksichtigung neuer Vorgaben für die Fassadengestaltung.

Beschlüsse der Stadt Potsdam zum Landtagsneubau

Zusatzinformationen

Kontakt

Landtag Brandenburg
Ulrike Rüppel
Alter Markt 1
14467 Potsdam

ulrike.rueppel@landtag.brandenburg.de
Telefon: +49 (331) 966 -1288
Fax: +49 (331) 966 -1286