Woche der Brüderlichkeit 2009 im Land Brandenburg
Am 2. März 2009, wurde im Alten Rathaus Potsdam die Woche der Brüderlichkeit 2009 im Land Brandenburg eröffnet. Sie steht im Jahr 2009 unter dem Motto „1949 - 2009. So viel Aufbruch war nie". Den Festvortrag zur zehnten Auflage der Veranstaltung hielt der Direktor des Potsdamer Moses-Mendelsohn-Zentrums, Prof. Dr. Julius Schoeps.
Vor rund 150 geladenen Gästen rief Landtagspräsident Gunter Fritsch in seinem Grußwort dazu auf, den 1949 aus den Trümmern des Holocausts begonnenen Aufbruch im deutsch-jüdischen Verhältnis fortzuschreiben. Der Landtagspräsident begrüßte dabei die Zusage der Vorfinanzierung des Neubaus der jüdischen Synagoge Potsdam durch das Land Brandenburg: „Der Grundstein der neuen Synagoge wird dabei zugleich Grundstein für ein noch lebendigeres jüdisch-kulturelles Leben in unserem Land sein."
In seiner Festansprache hob auch der Direktor des Moses-Mendelsohn-Zentrums Potsdam, Prof. Dr. Julius Schoeps, die aktuellen Herausforderungen für das Miteinander von Christen und Juden in Deutschland hervor: „Das Bild, das sich die nichtjüdische Gesellschaft von den Juden macht, ist ein äußerst problematisches Bild, ein schiefes Bild, das mit der Wirklichkeit nur wenig und mit der Wirklichkeit des einstigen deutschen Judentums schon gar nichts zu tun hat." Dabei biete sich mit der Belebung des jüdischen Gemeindelebens in Deutschland durch den Zuzug aus Osteuropa die Chance, dass ein neues sichtbares Judentum in Deutschland Fuß fasse.
Seit 1952 veranstalten überall in der Bundesrepublik die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit jährlich im März die Woche der Brüderlichkeit, um die Verständigung von Christen verschiedener Bekenntnisse mit Juden unterschiedlicher Traditionen zu befördern. Derzeit existieren über 80 regionale und lokale Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, in denen sich mehr als 20.000 Mitglieder, Freunde und Förderer engagieren.
Woche der Brüderlichkeit 2009 eröffnet
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