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Landtagsgebäude

Das Gebäude des Landtages aus der VogelperspektiveNeues Fenster: Bild vergrößernDer Brandenburger LandtagDas Gebäude in exponierter Lage auf dem Brauhausberg hat im Verlauf seiner fast 100jährigen Geschichte mehrmals sowohl seine äußere Gestalt als auch seine Funktion gewechselt.
Franz Schwechten (1841-1924), einer der herausragenden Architekten des Kaiserreiches, erbaute zwischen 1899 und 1902 im Stil der englischen Landhäuser und der niederdeutschen Renaissance für Wilhelm II. eine Königliche Kriegsschule, in der die militärische Elite ausgebildet wurde.
Nach dem Ersten Weltkrieg beherbergte die Anlage das Reichsarchiv, bauliche Veränderungen wurden aber noch nicht vorgenommen. Erst mit der Nutzung als Heeresarchiv im Dritten Reich entstand 1937 durch die Errichtung eines Magazinflügels ein stark eingreifender Neubau. Außerdem wurde der Turm abgestockt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das zentrumsnahe Bauwerk schwer beschädigt.
Zu DDR-Zeiten residierten in dem Haus die SED-Bezirks- und -Kreisleitung Potsdam. Neubautrakte, die wiederum eine räumliche Ausdehnung brachten, und erneute Veränderungen am Turm lassen den Ursprungsbau kaum mehr erkennen.
Seit September 1991 ist das Gebäude auf dem Brauhausberg der Sitz des Landtages.

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