Aktuelle Ausstellungen

„... unmöglich,
diesen Schrecken aufzuhalten“

Die medizinische Versorgung durch
Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück

SS-Propagandafoto 1941SS-Propagandafoto 1941 11. Juli 2017 bis 11. September 2017

Zwischen 1939 und 1945 ließ die SS mehr als 130.000 Frauen aus 30 Ländern in das 80 km nördlich von Berlin gelegene Konzentrationslager Ravensbrück deportieren. Es war das größte Frauen-KZ innerhalb der deutschen Grenzen des Jahres 1937.

Im Mittelpunkt der Wanderausstellung über das Krankenrevier im KZ Ravensbrück steht die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals. Die SS hatte Häftlinge aus unterschiedlichen Ländern Ost- und Westeuropas als Ärztinnen und Pflegerinnen eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine dauernde Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken. Was konnten sie tun? Was taten sie?

Die meisten von ihnen versuchten, ohne ausreichende Medikamente und Verbandsmaterial, kranken und verletzten Mithäftlingen zu helfen. Ihre Patientinnen beurteilten ihre Arbeit jedoch, wie die Berichte von Überlebenden dokumentieren, sehr unterschiedlich. Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u. a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, für Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht.

Anhand von Fotos, Dokumenten, Zeichnungen von Patientinnen und Schriftzeugnissen ehemaliger Revierarbeiterinnen beleuchtet die Ausstellung Facetten des Lageralltags, in dem das Krankwerden oder Kranksein oftmals den ersten Schritt zum Sterben oder zur Vernichtung bedeutete.

Die Ausstellung im Foyer des Landtages Brandenburg ist vom 12. Juli bis zum 11. September 2017 montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. An gesetzlichen Feiertagen bleibt sie geschlossen.

Impressionen und Informationen zur Ausstellung „... unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“

Kontakt

Landtag Brandenburg
Referent Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Heger
Alter Markt 1
14467 Potsdam
Telefon: (0331) 966 -1250
Fax: (0331) 966 99 -1250

Hinweis zu Ausstellungen:

Der Landtag Brandenburg stellt einen Bereich seines Foyers regelmäßig für wechselnde Ausstellungsprojekte mit politisch-parlamentarischem und/oder landeskundlichem Bezug zur Verfügung. Entsprechende Vereinbarungen werden in der Regel für die Laufzeit eines Quartals getroffen. Aufgrund der Vielzahl von Anfragen ist die Landtagsverwaltung zu einer frühzeitigen Planung gezwungen. Momentan sind bereits sämtliche Zeitfenster bis einschließlich der ersten Jahreshälfte 2018 vergeben. Die Prüfung von Anfragen für den anschließenden Zeitraum erfolgt ab Herbst 2017.

Besucherinformation

Der Besuch der Ausstellungen im Foyer des Landtages Brandenburg im Erdgeschoss sowie im Foyer des Landesrechnungshofes im dritten Stock ist ohne Voranmeldung möglich. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.

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Ein Ausschnitt aus dem Potsdamer Stadtplan skizziert die Anfahrt zum Landtag.Neues Fenster: Bild vergrößern

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