Öffentliche Gedenkveranstaltung für Maueropfer am Freitag in Hohen Neuendorf

Mauer von der Hohen Neuendorfer Seite am 06.01.1990Mauer von der Hohen Neuendorfer Seite am 06.01.1990
Quelle: Franz Noerling
Potsdam, 11. August 2021. An diesem Freitag jährt sich zum 60. Mal der Beginn des Mauerbaus. Aus diesem Anlass gedenken der Landtag Brandenburg und die Landesregierung gemeinsam mit Vertretern des Abgeordnetenhauses und des Senats von Berlin der Menschen, die an der innerdeutschen Grenze bis 1989 zu Tode kamen. Die öffentliche Veranstaltung am Freitag, 13. August beginnt um 16.30 Uhr in Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel) direkt am noch erhaltenen Grenzturm am Mauerweg. Die Gedenkrede hält die Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke. Gäste sind ohne Anmeldung willkommen.

Am frühen Morgen des 13. August 1961 hatte die DDR die Grenze zu den Westsektoren Berlins durch Stacheldraht und Mauer gesperrt. Millionen Familien und Freunde wurden voneinander getrennt. In den folgenden 28 Jahren bis zum Fall der Mauer starben mindestens 140 Menschen nach Fluchtversuchen oder bei anderen Zwischenfällen an den Sperranlagen. Bei der Zentralen Gedenkveranstaltung in einem Waldstück am Grenzturm, an der auch die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg sowie die Stadt Hohen Neuendorf beteiligt sind, sollen 140 leere Stühle an die Maueropfer erinnern, deren Namen verlesen werden. Im Anschluss geht es in Filmen und Gesprächen um die Folgen der deutschen Teilung.

Die Veranstaltung ist für Bürgerinnen und Bürger unter Beachtung der geltenden Corona-Regeln im Land Brandenburg zugänglich. Sie wird zudem live ab 16.30 Uhr im RBB-Fernsehen und im Internet übertragen: https://www.youtube.com/watch?v=AWgVW_teIAI

Eine Aufzeichnung steht künftig über den Youtube-Kanal des Landtages zur Verfügung.


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