AugenZeugen – „Es ist nicht leicht, sich zu erinnern – und schwer, zu vergessen!“ Überlebensgeschichten der Schoa

Im Talmud heißt es sinngemäß: "Wir sterben, wenn wir aufhören zu erinnern." Diese Erinnerung an die Schrecken der Schoa und die Lehren, die daraus zu ziehen sind, teilen sieben Zeitzeuginnen und Zeitzeugen seit Jahren mit Schülerinnen und Schülern in Brandenburg. In regelmäßigen Abständen kommen die heute weit über 80-Jährigen aus Israel nach Deutschland, um in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus zu sprechen.

Wie funktioniert das Fassbarmachen des Unfassbaren und was motiviert die Schoa-Überlebenden, die Erinnerung an Todes­angst und Überlebenswillen mit den nachfolgenden Generationen zu teilen?

Die Porträts des Fotografen Kai Abresch führen uns die Zeitzeugen – im wahrsten Sinne des Wortes – eindrucksvoll vor Augen. Ihrer visualisierten AugenZeugenSchaft ist jeweils ein persönliches Zitat zur Seite gestellt. So lautet eines dieser Zitate, das der Ausstellung als Motto vorangestellt wurde: "Es ist nicht leicht, sich zu erinnern – und schwer, zu vergessen!" In diesen Worten spiegeln sich exemplarisch der Antrieb und das Ziel der Berichterstattenden: ERINNERN UND NICHT VERGESSEN! Und dieses Diktum wollen sie weitergeben, damit das Erinnern fortgesetzt wird – auch dann, wenn sie persönlich nicht mehr Zeugnis ablegen können.

Am 27. Januar 2020, dem internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, findet um 18:00 Uhr im Landtag Brandenburg eine Podiumsdiskussion statt, an der auch einige der porträtierten Zeitzeugen teilnehmen werden. Leider sind bereits alle verfügbaren Plätze vergeben.

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Die Eröffnung der Ausstellung AugenZeugen – „Es ist nicht leicht, sich zu erinnern – und schwer, zu vergessen!“ eröffnete die Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke am 7. Januar 2020 im Landtag – gemeinsam mit der Geschäftsführerin der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz, Susanne Krause-Hinrichs, sowie Dr. Elke-Vera Kotowski vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien. Für die musikalische Begleitung sorgte das Duo Max Doehlemann und Daniel Weltlinger aus Berlin.

Die Ausstellung im Foyer des Landtages Brandenburg konnte vom 8. Januar 2020 bis 20. Februar 2020 montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr besichtigt werden.

Ausstellungseröffnung: AugenZeugen – „Es ist nicht leicht, sich zu erinnern – und schwer, zu vergessen!“ Überlebensgeschichten der Schoa

Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke eröffnet Ausstellung „AugenZeugen – Es ist nicht leicht, sich zu erinnern – und schwer, zu vergessen! Überlebensgeschichten der Schoa“

Hinweise:

Während der Veranstaltung finden Film- und Fotoaufnahmen statt. Mit der Teilnahme erklären Sie und Ihre Begleitperson sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landtages Brandenburg verwendet werden.

Es bestehen keine Parkmöglichkeiten im Landtag Brandenburg. Bitte nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel.

Impressionen zur Ausstellungseröffnung AugenZeugen – „Es ist nicht leicht, sich zu erinnern – und schwer, zu vergessen!“ Überlebensgeschichten der Schoa am 7. Januar 2020