Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus – Parlamentspräsidentin Stark: „Ritualisierte Erinnerung genügt nicht!“

Landtagspräsidentin Britta Stark hat dazu aufgerufen, den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus nicht zu einem Ritual erstarren zu lassen. Im Rahmen der heutigen Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen mahnte sie: „Ritualisierte Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen und die Opfer genügt nicht. Wir müssen die Spuren des NS-Regimes in unserer Geschichte und unserer Kultur immer wieder neu lesen.“

Nach den Worten Starks erwächst aus verantwortungsbewusstem Gedenken dauerhaft der Auftrag, Mitmenschlichkeit zu schützen. In ihrer Rede am zentralen Gedenkort „Station Z“ sagte sie: „Nehmen wir die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ernst, müssen wir uns heute jeder Form von Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit und Gewalt entgegenstellen und Menschen, die vor Krieg und Terror geflohen sind, Schutz bieten.“

Traditionell gemeinsam haben der Landtag Brandenburg und die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen eine Veranstaltung anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus ausgerichtet. Im Fokus der Erinnerung stand in diesem Jahr das Schicksal der belgischen Häftlinge im KZ Sachsenhausen. Neben dem Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Prof. Dr. Günter Morsch sprachen die Gesandte der Botschaft des Königreichs Belgien Christine Detaille und der belgische KZ-Überlebende Bruno Peeters zu den Gästen.

 


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