Grundsteinlegung zum Neubau des Landtages Brandenburg

Grundsteinlegung des Neubaus des Brandenburger Landtages

In der Potsdamer Innenstadt ist mit dem Neubau des Landtages Brandenburg begonnen worden. Landtagspräsident Gunter Fritsch, Ministerpräsident Matthias Platzeck, Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs und der Architekt Prof. Peter Kulka legten gemeinsam mit dem Bauherrn, Finanzminister Dr. Helmuth Markov, und dem Vorstandsvorsitzenden der BAM Deutschland AG, Alexander Naujoks, als Bauträger, den Grundstein. Der neue Sitz des Landtages entsteht an historischem Ort am Alten Markt. Der Standortentscheidung waren Diskussionen, Prüfungen und Beratungen vorausgegangen. Mit der voraussichtlichen Fertigstellung des Gebäudes Mitte 2013 wird sich die städtebauliche Lücke in der Innenstadt schließen und ein moderner Parlamentsbau in den Um- und Aufrissen des ehemaligen Stadtschlosses entstehen.

Finanzminister Markov sagte zu Beginn des Festakts: „Das Gebäude, dessen Grundstein wir heute legen, wird dem Parlament, der Stadt und dem Land Brandenburg gut zu Gesicht stehen. Es wird eine Brücke zwischen Geschichte und Moderne sein; eine Brücke zwischen dem Platz am historischen Alten Markt und der Bestimmung des Hauses. Der Bau wird sich anlehnen an die äußere Form des Knobelsdorff'schen Stadtschlosses, das hier einst stand. Dabei werden auch erhaltene Bauteile des einstigen Stadtschlosses verwendet, damit auch für künftige Generationen die Brüche der Geschichte greifbar sind. Zugleich wird es ein Gebäude sein, das mit seinem modernen Inneren den Funktionen und Anforderungen eines heutigen Parlaments gerecht wird; ein Haus, das den Landtag stärker in die Öffentlichkeit rückt.“

Landtagspräsident Gunter Fritsch unterzeichnet die Urkunde zur GrundsteinlegungLandtagspräsident Gunter Fritsch (r.) unterzeichnet die Urkunde zur Grundsteinlegung Landtagspräsident Fritsch sagte: „Mit der heutigen Grundsteinlegung gehen wir einen wichtigen Schritt, für den Landtag als den Ort der politischen Auseinandersetzung und Meinungsbildung optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Zugleich knüpfen wir an demokratische Traditionen an, in dem wir die seit 1920 durch die damalige Stadtverordnetenversammlung Potsdam ausgeübte demokratische Nutzung des früheren Schlosses als Landtag fortsetzen.“ Fritsch zeigt sich erfreut, dass der Kompromiss eines funktionalen Landtages in historischer Hülle gelungen ist.

Ministerpräsident Platzeck betonte, „mit dem Landtagsneubau auf dem Alten Markt bekommt die Landeshauptstadt ihre historische Mitte, ihr Herz zurück“. Dieser Standort sei aber nicht nur städtebaulich ein Gewinn. Platzeck:. „Das Parlament als zentrales Verfassungsorgan zieht mitten in die Stadt, mitten hinein in die Gesellschaft und sendet damit das Signal aus: In der Demokratie geht alle Macht vom Volke aus.“ Die leidenschaftlichen Debatten zeigten, dass die Bürgerinnen und Bürger regen Anteil an ihrem Landtagsneubau nehmen. „Und mehr noch: Mit vielen Spenden und noch mehr bürgerlichem Engagement leisten sie einen entscheidenden Beitrag.“ Platzeck dankte Prof. Dr. Hasso Plattner, der mit seiner großzügigen Spende von 20 Millionen Euro entscheidend dazu beigetragen habe, dass die historischen Fassaden wiederhergestellt werden können, und er dankte Günther Jauch, „dessen Fortunaportal“ die Entwicklung entscheidend katalysiert habe.

Gemeinsame Presseinformation des Landtags und der Landesregierung 

Weitergehende Informationen zum Landtagsneubau

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