Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai erklärt Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke:
„Auf der Weltkarte der Pressefreiheit von ‚Reporter ohne Grenzen‘ ist Deutschland nicht mehr weiß eingefärbt, sondern gelb. Denn die Lage der Pressefreiheit hierzulande gilt nicht mehr als ‚gut‘, sondern nur noch als ‚zufriedenstellend‘. Die Zahl gewalttätiger Angriffe gegen Medienschaffende hat sich 2020 verfünffacht, ungezählt sind die verbalen Attacken. Wenn Journalistenorganisationen davor warnen, insbesondere freie Medienschaffende würden es sich angesichts von Bedrohungen gut überlegen, ob sie über Themen wie Migration, Rechtsextremismus oder über Demonstrationen berichten, dann zeigt uns das, wie viel für unsere offene Gesellschaft auf dem Spiel steht. Für unsere Demokratie ist eine unabhängige, kritische Presse unabdingbar. Dies gilt umso mehr in einer Krise, die alle Lebensbereiche umfasst und in der politisch weitreichende Entscheidungen gefällt werden. Alle Demokratinnen und Demokraten sind aufgefordert, Flagge zu zeigen, wo immer unabhängige Medien in Bedrängnis geraten, wenn sie als ‚Lügenpresse‘ oder ‚Systemmedien‘ verunglimpft werden. Wir alle sind aufgefordert, die Freiheit der Presse in unserem Land zu verteidigen.“


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