RASW: Unterricht auch während der Corona-Pandemie für Fortbestand der sorbischen/wendischen Sprache sehr wichtig

Kathrin Šwjelina, die Vorsitzende des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden, hat im Rahmen der Aktuellen Stunde der 15. Sitzung des Landtages Brandenburg am 13. Mai 2020 die stufenweise Aufnahme des Unterrichts in kleinen Gruppen in den Schulen begrüßt. Der Sorbisch/Wendisch-Unterricht an den Schulen und die immersive sprachliche Betreuung in den Kitas seien für den Erhalt der Sprache der Minderheit der Sorben/Wenden existentiell, da die Sprache zu einem großen Anteil an Schulen und Kitas vermittelt werde, sagte sie.

Der Präsenzunterricht, Hygieneauflagen und die damit verbundenen Klassenteilungen führen Šwjelina zufolge zu einem verstärkten Lehrermangel. Negative Auswirkungen auf den Sorbisch/Wendisch-Unterricht durch die Einbindung von Sorbischlehrern in den Hauptfächern sollten unterbleiben und Lösungen für zugesagte Unterrichtsangebote in den Nebenfächern – und damit auch für Sorbisch/Wendisch – gefunden werden, forderte die Vorsitzende des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden.

Im Rahmen der forcierten Digitalisierung im Schulbereich konnten im Zuge der Corona-Pandemie im Sorbisch/Wendisch-Unterricht zusätzliche Angebote zur Verfügung gestellt werden. Der Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden sieht die Notwendigkeit, diese neuen und guten Lösungsansätze zu bündeln, auszubauen und dauerhaft nutzbar zu machen. Der Sprachunterricht ist für den Fortbestand der sorbischen/wendischen Sprache von existentieller Bedeutung. Im Zuge der Rückkehr zum regulären Schulalltag ist es deshalb wichtig, frühzeitigen Defiziten vorzubeugen, den Schülern den Zugang zum Präsenzunterricht zu ermöglichen und gleichzeitig digitale Angebote zu verbessern.


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