„Wolfskinder“ im Landtag: Ausstellung über ihren Brotweg von Ostpreußen nach Litauen

Wolfskinder: So nennt man die damals drei- bis sechzehnjährigen ostpreußischen Kinder, die sich zum Ende des Zweiten Weltkrieges – meist als Waisen auf sich allein gestellt oder mit einem Elternteil –auf einen von Hunger und Angst, Gewalt und Tod gesäumten Weg ins Baltikum machen mussten.

Am                  Dienstag, 26. Juni 2018,
um                  18:00 Uhr
im                   Foyer des Landtages

wird eine Ausstellung eröffnet, die den vom Betteln nach Essbarem gekennzeichneten „Brotweg“ einiger tausend Kinder in authentischen Berichten, Fotos und Filmen nachzeichnet. Auf der Eröffnung der Schau im 100. Jahr der Unabhängigkeit Litauens durch Vizepräsident Dieter Dombrowski sprechen auch der litauische Botschafter in Deutschland S.E. Darius Jonas Semaška und Olaf Pasenau, eines von drei „Wolfskindern“, die heute in Brandenburg, Kreis Oberhavel, leben.  Teresė Birutė Burauskaitė, Generaldirektorin des Zentrums zur Erforschung von Genozid und Widerstand der Bevölkerung Litauens, führt in das Thema ein. Die musikalisch-theatralische Umrahmung kommt von fünf Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Klasse des Strittmatter-Gymnasiums in Gransee.

Die wissenschaftlich fundierte Ausstellung in deutscher wie litauischer Sprache mit 22 Ständen und 10 Monitoren wurde schon im litauischen Parlament in Vilnius, im Thüringer Landtag und zuletzt im „Stasimuseum“ Berlin gezeigt.

Die Vernissage ist öffentlich: Über eine Ankündigung und Berichterstattung freuen wir uns.  „Wolfskinder: Auf dem Brotweg von Ostpreußen nach Litauen 1945–1948“ ist dann bis 27. September 2018  bei freiem Eintritt montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr (außer an Feiertagen) im Landtag zu besichtigen.

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