765 neu eingebürgerte Menschen: Landtag und Regierung begrüßen Bereicherung für das Land

Landtagspräsidentin Britta Stark und Innenminister Karl-Heinz Schröter haben heute in einem Festakt im Potsdamer Hans Otto Theater Mitbürgerinnen und Mitbürger willkommen geheißen, die im Jahr 2017 in Brandenburg die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten. Die insgesamt 765 Einbürgerungen im Bundesland liegen zahlenmäßig unter denen von 2016 (821) und 2015 (857), aber weiterhin über dem durchschnittlichen Wert der vorangegangenen fünf Jahre (718). Spitzenreiter unter den Herkunftsländern bleibt Polen (123 Personen), danach kommt – erstmals so weit vorn platziert – das Vereinigte Königreich (69), gefolgt von der Ukraine (59) und Vietnam (56). Über die Hälfte der im vergangenen Jahr Eingebürgerten stammt aus Europa (knapp 40 Prozent aus EU-Mitgliedstaaten), fast 60 Prozent sind weiblich.

In ihrer Festrede würdigte Landtagspräsidentin Britta Stark die Lebens- und Lernschritte, die die Neu-Brandenburgerinnen und Neu-Brandenburger bislang zurückgelegt haben und ermunterte sie, sich weiter aktiv in die Gemeinschaft und ihr hiesiges Lebensumfeld einzubringen. „Ich wünsche mir, dass Menschen mit einem Migrationshintergrund in allen Bereichen unserer Gesellschaft mitmachen – an Forschungseinrichtungen, Universitä-ten und in der Wirtschaft, aber auch in Verwaltungen, Schulen, bei der Polizei und ebenso in der Politik“, so Stark auf dem Festakt. „Einzustehen für Demokratie und Freiheit soll uns verbinden, ganz gleich, wo wir herkommen und wie lange wir hier schon leben.“

Innenminister Karl-Heinz Schröter betonte: „Einwanderung hat in Deutschland und in Brandenburg eine lange Tradition. Seit Jahrhunderten schon profitiert unser Land von der Tatkraft, der Handwerkskunst, der Kultur und dem Wissen der Einwanderer. Wenn die Rahmenbedingungen und die Voraussetzungen stimmen, kann das auch künftig so sein. Mit ihrer Einbürgerung manifestieren schon seit Jahren hier lebende Zuwanderer ihr "Ja" zu Deutschland, zu ihrer neuen Heimat. Sie bringen sich mit ihren Begabungen und Fähigkeiten in unser Land und unsere Gesellschaft ein. Und das ist auch wichtig. Denn eine lebendige Demokratie braucht die aktive Mitwirkung ihrer Staatsbürger.“

Einige der neu eingebürgerten Menschen schilderten in einer von der Landesintegrationsbeauftragten Dr. Doris Lemmermeier moderierten Gesprächsrunde ihre persönlichen Erfahrungen, Erfolgserlebnisse und Hürden auf ihrem Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft. Lemmermeier: „Die Geschichten der neu Eingebürgerten sind immer wieder spannend und berührend. Oft schmerzt es sehr, die alte Staatsbürgerschaft aufzugeben. Das hat nichts mit geteilter Loyalität zu tun, sondern mit der eigenen Lebensgeschichte und Herkunftskultur. Der Anlass für den Erwerb der Staatsbürgerschaft und auch die Erfahrungen der neu Eingebürgerten sind sehr unterschiedlich. Ihnen allen gemeinsam ist das klare Bekenntnis zu ihrer neuen Heimat Brandenburg und Deutschland.“

Im mit der Europahymne eingeleiteten Festakt trug der Popchor „Golden Voices“ der Musikschule Oder-Spree „Jutta Schlegel“ auch die Songs „Seite an Seite“ sowie „People help the People“ vor und sang abschließend mit allen Gästen die Nationalhymne.

Seit 2007 richten Landtag und Landesregierung gemeinsam das jährliche Zentrale Einbürgerungsfest aus – als ein deutliches Zeichen des Willkommens und der Anerkennung für die Neubürgerinnen und Neubürger.

Statistik der Vorjahre bezogen auf das Land Brandenburg:

2016: 821 Einbürgerungen

2015: 857 Einbürgerungen

2014: 831 Einbürgerungen

2013: 611 Einbürgerungen

2012: 464 Einbürgerungen

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