Im Reich der Nummern: Landtag und Gedenkstätte Sachsenhausen erinnern an Novemberpogrom-Gefangene

Die 6.300 jüdischen Männer, die nach dem Novemberpogrom 1938 in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden, stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung zum diesjährigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, zu der die Gedenkstätte Sachsenhausen und der Landtag Brandenburg gemeinsam

am       Sonntag, 27. Januar 2019
um      14:00 Uhr
in         der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg
Veranstaltungssaal in der ehem. Häftlingswäscherei

einladen. Beim Gedenken und der Kranzniederlegung an der „Station Z“ spricht Landtagspräsidentin Britta Stark; Schülerinnen und Schüler verlesen dort die Namen der 64 Novemberpogrom-Gefangenen, die die Haft im KZ Sachsenhausen nicht überlebten.

Die Ausstellung „Im Reich der Nummern. Wo die Männer keine Namen haben.“ wird auf der Veranstaltung eröffnet und erzählt die Geschichte der Novemberpogrom-Häftlinge im KZ Sachsenhausen in zwölf individuellen Schicksalen. Die Interviews mit Kindern und Enkeln der Verfolgten und die familienbiografischen Dokumente wurden unlängst in den USA, Großbritannien und Israel zusammengetragen und sind erstmals in Deutschland zu sehen. Lothar Prager aus Melbourne, Sohn des im KZ inhaftierten und nach Australien emigrierten Georg Prager, wird zu den Gästen sprechen. Da die Massenverhaftungen den Auswanderungsdruck erhöhen sollen, wurde die Mehrheit der Novemberpogrom-Gefangenen unter der Auflage, aus Deutschland zu emigrieren, wieder entlassen. Viele überlebten im Ausland, andere wurden später dennoch in Vernichtungslager deportiert und ermordet.

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