Zur Zukunft der Erinnerungskultur: Gedenkveranstaltung 8. Mai 2019

Landtagspräsidentin Britta Stark eröffnet die Gedenkveranstaltung des Landtags zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges

            am       Mittwoch, dem 8. Mai 2019
           
um       15:00 Uhr
           
im        Plenarsaal des Landtages Brandenburg

mit einem Grußwort. Thema der Gedenkveranstaltung 2019 ist Erinnerungskultur als Zukunftsfrage der Demokratie.

Prof. Günter Morsch, Historiker und langjähriger Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen und Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten spricht zum Thema „Die Erinnerungskultur in Europa vor neuen Herausforderungen“. Prof. Harald Welzer, Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist spricht zum Thema „Erinnern genügt nicht“.

In Brandenburg ist der 8. Mai seit 2015 per Gesetz als Gedenktag festgeschrieben. Landtagspräsidentin Britta Stark würdigt diese Entscheidung des Parlaments als wichtigen Schritt für das historische Gedächtnis, betont aber auch, dass ein Gedenktag allein noch keine lebendige Erinnerungskultur schafft: „Eine lebendige Erinnerungskultur ist eine Zukunftsfrage für die Demokratie. In einer Zeit, da rechtsextremes Denken die Mitte der Gesellschaft erreicht, geht es darum, die Demokratie zu stärken. Dafür brauchen wir ein neues Miteinander, eine neue Einheit in der Vielfalt, ein Zusammenleben ohne Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Dafür müssen wir die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten und an das Leiden der Opfer nicht nur wachhalten, sondern unsere Erinnerungskultur modernisieren. Wenn wir die Frage beantworten wollen, in welcher Welt wir in Zukunft miteinander leben wollen, müssen wir die Vergangenheit von der Zukunft her befragen.“

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