Soziale Verantwortung im Mittelpunkt des Sommerabends

Potsdam, 17. Juni 2026. Soziale Verantwortung stand als verbindendes Thema im Mittelpunkt des Parlamentarischen Sommerabends im Innenhof des Landtages. In der letzten Plenarwoche vor der Sommerpause hatten Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke sowie der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) zahlreiche Gäste eingeladen, bei kühlen Getränken und Musik miteinander ins Gespräch zu kommen. Ehrengäste in diesem Jahr waren der Arbeitslosenverband und der Landesverband der Tafeln Brandenburg. Musikalisch umrahmt wurde das gelungene Fest vom Landespolizeiorchester mit den Solisten Sharon Brauner und Atrin Madani.

Die Landtagspräsidentin sagte zur Begrüßung, es gehe um den Austausch darüber, „was unser Land zusammenhält“. Der Abend verbinde unterschiedliche Formen von Verantwortung: Die Sparkassen stünden für regionale Stabilität, die Tafeln für unmittelbare Hilfe und der Arbeitslosenverband für Teilhabe und soziale Stimme. „Alle drei zeigen: Gemeinwohl entsteht nicht von selbst. Gemeinwohl braucht Menschen, Institutionen, Verlässlichkeit und Haltung“, so Liedtke.

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke sagte, Brandenburg wäre ohne Sparkassen „heute ein anderes Land“. Sie hätten den Aufbau unterstützt und gefördert. Auch die Tafeln seien „mittlerweile eine feste Größe im Land geworden“. OSV-Präsident Ludger Weskamp betonte: „Viele Dinge gehen, wenn man sie zusammen macht.“ Das ausgegebene Kreditvolumen der Sparkassen sei 2025 deutlich auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen. Dies zeige, „dass Menschen Brandenburg weiterentwickeln wollen“, indem sie investieren. Tina Reich vom Vorstand des Landesverbands der Tafeln wies darauf hin, dass die Zahl der hilfebedürftigen Menschen ständig wachse. Die Arbeit der Tafeln beruhe maßgeblich auf ehrenamtlichem Engagement: Freiwillige schenkten den Menschen „ein offenes Ohr, Würde und einen Ort der Begegnung“. Das Ehrenamt könne aber kein „Reparaturbetrieb“ für ausbleibende staatliche Leistungen sein.