Vizepräsidentin erinnert in Sachsenhausen an sowjetisches Speziallager
Oranienburg, 30. August 2026. Die Vizepräsidentin des Landtages, Dr. Jouleen Gruhn, hat an der Veranstaltung zur Einrichtung des sowjetischen Speziallagers in Sachsenhausen vor 81 Jahren teilgenommen und einen Kranz zum Gedenken an die Opfer niedergelegt. Im August 1945, wenige Wochen nach Ende des Zweiten Weltkrieges, hatte die sowjetische Besatzungsmacht das Lager von Werneuchen mit allen Häftlingen in die Baracken des nationalsozialistischen Konzentrationslagers bei Oranienburg verlegt. An dem Gedenken nahmen auch ehemals Inhaftierte und zahlreiche Angehörige teil.
Rund 60.000 Menschen waren ab 1945 in dem Speziallager Nr. 7 des UdSSR-Ministeriums NWKD eingesperrt; viele aus politischen Gründen oder wegen Kritik an der Besatzungsmacht, viele andere wegen ihrer Tätigkeit oder Taten zur NS-Zeit. Rund 12.000 von ihnen starben in der Haft, die meisten an Krankheiten oder Unterernährung. Viele Insassen wurden nach der Auflösung des Lagers 1950 weiterhin in DDR-Gefängnissen inhaftiert.