Liedtke erinnert in Sachsenhausen an Opfer des Holocaust
Oranienburg, 27. Januar 2026. Am 81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hat Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, nahm sie anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages an der Veranstaltung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen teil. Stiftungsdirektor Prof. Dr. Axel Drecoll sowie die Leiterin der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, Dr. Astrid Ley, begrüßten die Teilnehmenden.
Am Gedenkort „Station Z“ legte die Parlamentspräsidentin einen Kranz nieder. In ihrer Ansprache sagte sie: „Hier, an der Station Z, verdichtet sich das Unfassbare. Endstation Mord. Was geschah bleibt unverständlich, einzelne Lebensgeschichten berühren immer wieder aufs Neue. Der Holocaust verpflichtet uns – zur Erinnerung, zu Demut, ebenso aber auch zu Widerspruch – gegenüber Extremismus, gegenüber aufkommenden Gefühlen von Hass und zerstörerischer Hetze.“ Antisemitische Angriffe, Bedrohungen und Schmierereien griffen nicht nur Einzelne an, so die Präsidentin. Sie seien keine Randerscheinungen, sondern eine Gefährdung der demokratischen Ordnung. Prof. Dr. Liedtke fuhr fort: „Der Besuch in Sachsenhausen zeigt einmal mehr, wie wertvoll freie Wahlen, Meinungsfreiheit, Wissenschafts- und Kunstfreiheit, freie Presse, unabhängige Justiz und viele Alltagwerte unseres Lebens sind, errungen mit der friedlichen Revolution und nicht selbstverständlich.“
Das Programm der Veranstaltung gestalteten Angehörige der Opfer vom Internationalen Sachsenhausen-Komitee sowie engagierte Schülerinnen und Schüler des Panketal Gymnasiums. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Solo-Violoncellist Ramón Jaffé zusammen mit weiteren Musikerinnen und Musikern. Der 27. Januar 1945 ist seit 1996 in Deutschland dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. An diesem Tag im Jahr 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Die Vereinten Nationen haben den 27. Januar im Jahr 2005 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt.