Vorschau: Kommende Foyer-Ausstellung

Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente

07. Juli 2026 bis zum 2. September 2026

Blick in die Wanderausstellung
Blick in die Wanderausstellung
© Bundesarchiv/Witzel

40 Jahre lang beherrschte die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands die DDR. Eine zentrale Stütze ihrer Diktatur war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS): die Stasi. Sie war Geheimpolizei, Ermittlungsbehörde und Auslandsnachrichtendienst zugleich; sie bespitzelte, manipulierte und überwachte – sie wollte alles wissen. Im Zuge der Friedlichen Revolution wurde die Stasi aufgelöst.

Die Zeugnisse ihres Handelns wie Schriftstücke, Karteikarten, Tonbänder oder Fotos blieben weitgehend erhalten. Die Erschließung dieser Millionen von Dokumenten und ihre Bereitstellung für die Aufarbeitung ist gesetzlicher Auftrag des Stasi-Unterlagen-Archivs. Seit 2021 ist es Teil des Bundesarchivs.

In sieben Vitrinen zeigt die Wanderausstellung 21 Objekte aus den Beständen des Stasi-Unterlagen-Archivs. Dazu gehört unter anderem eine Stasi-Planungskarte, die zur Überwachung des Besuchs von Bundeskanzler Helmut Schmidt und DDR-Staats-und Parteichef Erich Honecker in Güstrow 1981 angefertigt wurde, bei dem fast 5.000 Stasi-Kräfte im Einsatz waren. Über QR-Codes an den Vitrinen eröffnen sich historische und biografische Hintergründe sowie tiefere Einblicke in Ideologie, Struktur und Methoden der Stasi.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung können Besucherinnen und Besucher vor Ort Hilfe beim Beantragen von Akteneinsicht in ihre Stasi-Unterlagen durch einen Mitarbeiter des Bundesarchivs erhalten.


Die Eröffnung der Ausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente" findet am Dienstag, den 07. Juli 2026, um 18:00 Uhr im Foyer des Landtages Brandenburg statt. 

Grußworte:
  • Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Präsidentin des Landtages Brandenburg
  • Prof. Dr. Daniela Münkel, Abteilungsleiterin für Vermittlung und Forschung im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv
Podiumsgespräch „Erinnern für die Zukunft“:
  • Evelyn Zupke, SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag
  • Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
  • Prof. Dr. Daniela Münkel, Abteilungsleiterin für Vermittlung und Forschung im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv
  • Moderation: Maria Schultz, Leiterin der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
Musikalische Umrahmung:
  • Frank Petzold (Piano), Cottbus

Kontakt zum Aussteller:
Bundesarchiv
Stasi-Unterlagen-Archiv
Frankfurter Allee 204
10365 Berlin
E-Mail: ausstellungen.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de 
www.alles-wissen-wollen.de 


Hinweise:

Für die Teilnahme an der Ausstellungseröffnung erbitten wir eine formlose Anmeldung bis zum 29. Juni 2026 per E-Mail an veranstaltungen@landtag.brandenburg.de.

Während der Veranstaltung finden Film- und Fotoaufnahmen statt. Mit der Teilnahme erklären Sie und Ihre Begleitperson sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landtages Brandenburg verwendet werden.

Es bestehen keine Parkmöglichkeiten im Landtag Brandenburg. Bitte nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel.