Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: Erinnern an die Novemberpogrom-Häftlinge im KZ Sachsenhausen

Der Landtag Brandenburg und die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen begehen mit vielen Brandenburgerinnen und Brandenburgern den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Jahr stehen die Novemberpogrom-Häftlinge im KZ Sachsenhausen im Zentrum der Veranstaltung. Über 6.300 jüdische Männer wurden in den Tagen nach dem Pogrom in das KZ Sachsenhausen gebracht. Mindestens 64 von ihnen kamen in Sachsenhausen ums Leben.

Die Ausstellung „Im Reich der Nummern, wo die Männer keine Namen haben. Haft und Exil der Novemberpogrom-Gefangenen im KZ Sachsenhausen“, die am selben Tag in der Gedenkstätte eröffnet wird, erzählt die Geschichte der Novemberpogrom-Häftlinge.

In ihrer Rede vor den Vertretern der Landes-, Kreis- und Stadtparlamente, aus Parteien, Verbänden, Landesregierung und diplomatischen Vertretungen an der „Station Z“, dem zentralen Gedenkort des ehemaligen KZ Sachsenhausen, erinnerte Landtagspräsidentin Britta Stark an die Opfer und ermutigte zu einem neuen Miteinander. „Die Überlebenden und die Toten – sie sind unsere Verbündeten. Sie stehen uns zur Seite mit ihren Geschichten und können uns helfen, den Hass zu überwinden und Menschen, die anders sind, die Hand zu reichen. Unsere Zeit ruft nach einem Miteinander, einer neuen Einheit in der Vielfalt, nach einem Zusammenleben ohne Hass, ohne Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. So kann es gelingen, die Erinnerung nicht nur wachzuhalten, sondern zu erneuern.“

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