Für Caritas und den Jüngling mit Laute: Spendenbox des Schlossvereins im Innenhof des Landtags

Herkules und der Jüngling waren 2016 die Ersten, gefolgt von der Legendenfigur Marcus Manlius Capitolinus und einer Adlergruppe. Ariadne und ihr Freund, der Held Theseus, sollen ihnen ab Juni 2019 auf der Attika des Landtagsgebäudes Gesellschaft leisten. Für die Caritas, von der nur der Kopf und die Wolke als ihr Sitzmöbel erhalten sind, werden noch Spenden gebraucht – genauso wie für den Jüngling mit der Laute, für Attika-Vasen und -Trophäen.

Gemeinsam mit Dr. Hans-Joachim Kuke, Vorstand des Vereins Potsdamer Stadtschloss e. V., sowie Moderator und Mäzen Günther Jauch, weihte Landtagspräsidentin Britta Stark auf dem Innenhof des Landtages eine Spendenbox ein. Mit den Geldern aus der einen guten Meter hohen grauen Edelstahlbox, die der Architekt des Landtagsgebäudes Prof. Peter Kulka entwarf und der Stadtschlossverein umsetzte, soll der Figurenschmuck restauriert und auf dem Dach der historischen Schlossfassade aufgestellt werden.

„Die Attika-Figuren tragen zur Sichtbarkeit des Historischen bei und verstärken zugleich den Kontrast von barocker Fassade und funktional-klarem Innenraum“, so Präsidentin Britta Stark bei der Einweihung der Spendenbox. „Außen wird preußische Geschichte vergegenwärtigt. Innen werden demokratische Prozesse gestaltet und Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Der Satz ‚Ceci n’est pas une Chateau‘ ruft zum Widerspruch auf. Diese spannungsvollen Gegensätze werden hier in Potsdam, der Stadt des Toleranzedikts, nicht nur toleriert, sondern produktiv gemacht.“   

Der Landtag versteht sich als ein modernes, funktionales und dem Parlamentsbetrieb verpflichtetes Gebäude in einer historischen Fassade. Präsidentin Britta Stark würdigte das Engagement des Vereins Potsdamer Stadtschloss, der in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Die Wiederherstellung bzw. Nachbildung des ursprünglichen Figurenschmucks werden gemäß einem Landtagsbeschluss ausschließlich durch Spenden finanziert. Hasso Plattner und Günther Jauch haben mit ihrem Mäzenatentum den Weg für ein bürgerschaftliches Engagement zur Wiederkehr der Attika-Figuren bereitet. Die Cornelsen Kulturstiftung engagiert sich für die Wiedererrichtung der Puttentreppe an der Südfassade.

Dr. Hans-Joachim Kuke, Vorstand des Vereins Potsdamer Stadtschloss sagte: „Lange bevor die historischen Fassaden Knobelsdorffs denkbar wurden, hat der Verein um Spenden geworben. Das hat es noch nicht gegeben. Bürger spenden für ihren Landtag. Bis heute sind 20 Prozent der Baukosten von Mäzenen gespendet worden. Das ist einzigartig. Nun fehlt noch die Krone, der einzigartige Skulpturenschmuck, für den weiter geworben wird.”

Spendenbox des Schlossvereins im Innenhof des Landtags eingeweiht. Spendenbox des Schlossvereins im Innenhof des Landtags eingeweiht. V. l. n. r.: Dr. Hans-Joachim Kuke, Werner Pahnhenrich (beide Vorstand Verein Potsdamer Stadtschloss e. V.), Landtagspräsidentin Britta Stark, Mäzen und Moderator Günther Jauch

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